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Julia Dolls Bilder sind erstarrte Zeit jenseits des Kontinuums, Suchbilder zum Entdecken. Äußere und innere Landschaften motivieren zum Enträtseln. Tektonische Ebenen in weiter Tiefe und Grenzlinien in komplexer Verschränkung öffnen Fenster zu neuen Welten. Prismatische Lichtspiele, amorphe Gebilde, rhythmisch frei bewegte Pinselschwünge schaffen Gegenpole zu grafischen, geometrischen Elementen. 

 

Auf der Suche nach Orientierung wird das Gesehene dechiffriert, strukturiert, ergänzt. Gefühle und Erinnerungen werden evoziert. Ein Prozess aktiver Sinnkonstruktion. Splitter fliegen als 3D-Puzzle in kubistischer Multiperspektivität aufeinander zu - das schmeichelt der Lust an intellektuellen Freiübungen. Diese spielerische Komplexität verführt zum kokreativen Akt, synaptische Funken werden geschlagen, die Betrachtenden werden selbst zum Schöpfer neuer Realitäten. Verweilen, spazieren im assoziativen Garten, die Sehnsucht nach Innehalten verbindet uns als heimatlose Nomaden der Optionen.

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